Bildmarke

Aktienkommentare

Plazza

Solider Investment Case

4.3.2021

Dank dem hohen Wohnanteil am Mietertrag (73%) ist die Immobiliengesellschaft Plazza von den Auswirkungen von Covid-19 weitgehend verschont geblieben. Der Ertrag aus Vermietungen lag 2020 mit CHF 24.6 Mio, bei einer Leerstandsquote von 3.7%, leicht über Vorjahr. Getrieben vom Erfolg aus Neubewertungen stieg der Gewinn um 72.4% auf CHF 63.3 Mio. Was Plazza im Immobiliensegment besonders auszeichnet, ist eine Bilanz frei von zinstragendem Fremdkapital und die EK-Quote von 84.5%. Dies schafft eine komfortable Ausgangslage, um Opportunitäten auf dem Markt schnell wahrzunehmen und die laufenden Entwicklungsprojekte voranzutreiben. Von der anfangs Jahr für CHF 61.1 Mio zugekauften Liegenschaft «Im Tiergarten» in Zürich ist ein zusätzlicher Mietertrag von CHF 2.1 Mio zu erwarten. Ein Baugesuch für die 1. Etappe der Entwicklungsliegenschaft Crissier (Investitionen CHF 300 Mio, Mietzinspotenzial CHF 12.4 Mio) ist eingereicht und der Studienauftrag für die Überbauung Regensdorf (Investitionen ca. CHF 100 Mio) abgeschlossen. Von der Realisierung dieser Bauvorhaben ist eine Erhöhung der Mieteinnahmen um geschätzte 70% bis 80%, begleitet von einer substanziellen Gewinnsteigerung, zu erwarten. Ein Engagement bei Plazza verlangt Geduld, ist aber angesichts der Wachstumsaussichten und der attraktiven Bewertung (P/B 1.04x) eine Überlegung wert.

  • twitter
  • facebook
  • xing

Zehnder Group

Rekordergebnis trotz Coronakrise

12.4.2021

In der Krise offenbart sich rasch und deutlich, welche Unternehmen über ein kompetentes und handlungsfähiges Management verfügen. Trotz temporär geschlossener Baustellen sowie zurückgestellter Projekte konnte Zehnder im Coronajahr 2020 bei leicht tieferem Umsatz den Gewinn um 24.9% auf EUR 39.9 Mio verbessern. Sofortmassnahmen zur Kostensenkung, ergriffene Initiativen zur Effizienzsteigerung wie auch eine Vereinfachung des Portfolios bewirkten eine Zunahme des EBIT um 20.1% auf EUR 50.5 Mio. Zusammen mit Verbesserungen im Debitorenmanagement resultierte ein massiver Anstieg des Free Cashflow von EUR 18.7 Mio auf EUR 79.3 Mio und die Netto Cash Position kletterte von EUR 25.5 Mio auf EUR 96.4 Mio. Für den Verwaltungsrat war dies ein guter Grund, um die Dividende von CHF 0.70 auf CHF 1.25 anzuheben und zwecks Gewinnverdichtung ein Rückkaufprogramm für 5% der Aktien zu lancieren. Mittelfristig will der Hersteller von Radiatoren und Komfortlüftungssystemen bei einem Wachstum von 5% eine EBIT-Marge zwischen 8% und 10% generieren. Starker Treiber hierfür ist mit einem 2020 auf über 50% gestiegenen Umsatzanteil das Lüftungsgeschäft. Als Technologie- und Marktführer ist Zehnder gut positioniert, um von staatlicher Förderung für Energieeffizienz in Gebäuden zu profitieren. Zudem bilden die solide Bilanz und hohe liquide Mittel eine gute Basis, um die angestrebten Akquisitionen voranzutreiben.

  • twitter
  • facebook
  • xing

Dottikon ES

Best in Class

22.3.2021

Dottikon ES hat in den letzten sechs Jahren, mit einer Umsatzsteigerung von fast 100%, ihre Fähigkeit unter Beweis gestellt, organisch stark zu wachsen. Gleichzeitig wurde die Ertragskraft massiv verbessert. Die EBIT-Marge von 26.8% (1H20/21) verdeutlicht im Halbjahresvergleich zur Peer Group (Bachem 22.7%, Lonza 20.1%, Siegfried 7.9%) die überdurchschnittliche Profitabilität des Herstellers pharmazeutischer Wirkstoffe. Vor vier Wochen wurde von CEO und Mehrheitseigner Markus Blocher das ambitiöse Ziel bekannt gegeben, bis zum Geschäftsjahr 26/27 den Umsatz zu verdoppeln. Zudem wurde für das laufende Geschäftsjahr per Ende März eine Umsatzsteigerung von 20% in Aussicht gestellt. Getrieben wird die anziehende Nachfrage durch umsatzstarke neu zugelassene Medikamente, eine gut gefüllte Pipeline wie auch den hälftigen Umsatzanteil von Wirkstoffen im boomenden Onkologie-Segment. Um den Wachstumsschub zu absorbieren, ist für die kommenden Jahre ein Ausbau der Produktionsanlagen und Infrastruktur mit Investitionen von rund CHF 600 Mio geplant. Dank hoher operativer Cashflows und der Kapitalerhöhung um 10% (CHF 200 Mio) dürfte Dottikon die Finanzierung weitgehend aus eigener Kraft stemmen. Angesichts der zahlreichen Projekte in der Medikamentenentwicklung erachten wir die anspruchsvollen Wachstumsziele als realistisch.

  • twitter
  • facebook
  • xing