Bildmarke

Aktienkommentare

Zehnder Group

Rekordergebnis trotz Coronakrise

12.4.2021

In der Krise offenbart sich rasch und deutlich, welche Unternehmen über ein kompetentes und handlungsfähiges Management verfügen. Trotz temporär geschlossener Baustellen sowie zurückgestellter Projekte konnte Zehnder im Coronajahr 2020 bei leicht tieferem Umsatz den Gewinn um 24.9% auf EUR 39.9 Mio verbessern. Sofortmassnahmen zur Kostensenkung, ergriffene Initiativen zur Effizienzsteigerung wie auch eine Vereinfachung des Portfolios bewirkten eine Zunahme des EBIT um 20.1% auf EUR 50.5 Mio. Zusammen mit Verbesserungen im Debitorenmanagement resultierte ein massiver Anstieg des Free Cashflow von EUR 18.7 Mio auf EUR 79.3 Mio und die Netto Cash Position kletterte von EUR 25.5 Mio auf EUR 96.4 Mio. Für den Verwaltungsrat war dies ein guter Grund, um die Dividende von CHF 0.70 auf CHF 1.25 anzuheben und zwecks Gewinnverdichtung ein Rückkaufprogramm für 5% der Aktien zu lancieren. Mittelfristig will der Hersteller von Radiatoren und Komfortlüftungssystemen bei einem Wachstum von 5% eine EBIT-Marge zwischen 8% und 10% generieren. Starker Treiber hierfür ist mit einem 2020 auf über 50% gestiegenen Umsatzanteil das Lüftungsgeschäft. Als Technologie- und Marktführer ist Zehnder gut positioniert, um von staatlicher Förderung für Energieeffizienz in Gebäuden zu profitieren. Zudem bilden die solide Bilanz und hohe liquide Mittel eine gute Basis, um die angestrebten Akquisitionen voranzutreiben.

  • twitter
  • facebook
  • xing

VZ Holding

Setzt Wachstumsstory fort

11.5.2021

Der Finanzgruppe VZ Holding ist es selbst im Pandemiejahr 2020 gelungen, ihren Gesamtertrag um 8.9% auf CHF 328.7 Mio zu steigern. Dies ist seit dem IPO die 13. Erhöhung in Folge. Der Gewinn kletterte gar um 14.9% auf CHF 117.5 Mio. Geholfen hat hierbei, neben der Erhöhung des Freibetrags durch die SNB, vor allem die tiefere Steuerquote. Den Grossteil des Ertrags generierten die Managementgebühren auf verwaltete Vermögen in der Höhe von CHF 205.3 Mio (2019: CHF 188.5 Mio). Zentraler Treiber des VZ Geschäftsmodells ist die Jahr für Jahr aufgestockte Anzahl «Front-end Consultants» mit Beratungsleistungen für die Vermögens- und Pensionsplanung, verbunden mit dem Ziel, die Kunden in die Vermögensverwaltung zu transferieren. Trotz zeitweiser Einschränkungen durch die COVID-Massnahmen generierten die 172 Berater beim Netto-Neugeld ein Wachstum von beachtlichen 18.4% auf CHF 3.2 Mrd. CEO und Mehrheitsaktionär Matthias Reinhard richtet den Blick zuversichtlich nach vorne und stellt für das laufende Jahr ein ungebrochenes Wachstum bei etwa gleichbleibender Gewinnmarge in Aussicht. Diese ambitiöse Prognose basiert auf der steigenden Anzahl vor der Pensionierung stehenden Erwerbstätigen wie auch dem weiteren Ausbau der Beratungskapazität. Zudem ist die Eröffnung von zwei zusätzlichen Niederlassungen geplant. Das krisenresistente Geschäftsmodell, gepaart mit einer hohen Visibilität, macht die VZ Aktie für den Anleger interessant. Angesichts der stattlichen Bewertung scheint es jedoch angezeigt, Kursrückschläge für den Einstieg zu nutzen.

  • twitter
  • facebook
  • xing

Zuger Kantonalbank

Vermögensverwaltung als Wachstumstreiber

26.4.2021

Am 1. März 2021 übernahm Hanspeter Rhyner als CEO die Führung der Zuger KB. Ihm eilt der Ruf voraus, als ehemaliger Chef der Glarner KB, diese erfolgreich zur digitalsten Bank der Schweiz umgebaut zu haben. Demzufolge wird wohl von ihm in Zug erwartet, die Digitalisierung im Front Desk wie auch die Lancierung innovativer Online-Angebote zügig voranzutreiben. Ein Blick auf das Jahresergebnis 2020 zeigt, dass die Bank operativ gut aufgestellt ist. Wichtigster Ertragspfeiler ist mit einem Anteil von zwei Dritteln das Zinsdifferenzgeschäft. Trotz zunehmendem Druck auf die Marge fiel der Zinsüberschuss mit CHF 148.9 Mio (+0.9%) leicht grösser als im Vorjahr aus. Geholfen hat hierbei die Erhöhung des Freibetrages durch die SNB. Starke Wirkung zeigten die ergriffenen Wachstumsinitiativen im Vermögensverwaltungsgeschäft. Die betreuten Depotgelder stiegen um 5.7% auf CHF 13.4 Mrd.  Der Nettoneugeldzufluss belief sich auf CHF 357 Mio. Dies führte zu einer Zunahme des Erfolgs aus Kommissionen und Dienstleistungen um beachtliche 10.8% auf CHF 54.4 Mio. Im Peer-Group-Vergleich mit den kotierten Kantonalbanken überzeugt die Zuger KB in Sachen Effizienz mit dem besten Cost-Income-Ratio von 47.2%. Obwohl die Abgeltung für die Staatsgarantie (CHF3.2 Mio) neu als Aufwand verbucht wird, fiel der Gewinn mit CHF 74.8 Mio beinahe unverändert zu den beiden Vorjahren aus. Bei einer Kernkapitalquote von 18.1% ist die Bank genügend stark kapitalisiert, um analog zu den Vorjahren fast den gesamten Reingewinn auszuschütten, was sich für die Aktionäre in einer attraktiven Rendite von 3.2% niederschlägt.

  • twitter
  • facebook
  • xing