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14.3.2023

Zehnder ist gut aufgestellt, um von den Trends Energieeffizienz und gesundes Raumklima zu profitieren

CEO Matthias Hünerwadel liefert, was er verspricht. Seit seinem Start als CEO (01.01.2019) kletterte der Umsatz um 35% auf EUR 812.5 Mio, die EBIT-Marge von 5.2% auf 8.8% und der Gewinn um 131% auf EUR 56.7 Mio. Hierbei konnten die Aktionäre im Durchschnitt je Jahr von einem Total Return von 22.9% profitieren.

Das Wachstumssegment Lüftungen erzielte 2022 eine markante Umsatzsteigerung um 28% auf EUR 450.3 Mio, davon organisch 10%. Starke Treiber waren die Akquisitionen der französischen Caladair (Grossgeräte), der niederländischen Filtech (Luftfilter) und der kanadischen Airia (Wärmerückgewinnung). Der EBIT stieg um 33% auf EUR 54.8 Mio und die Marge von 11.7% auf 12.2%. Bremsend wirkten die verzögert wirksamen Preiserhöhungen sowie die inzwischen entspannte Liefersituation bei elektronischen Komponenten.

Das als Cash-Cow positionierte Heizköpersegment litt unter der geringen Kapazitätsauslastung sowie höheren Energie- und Lohnkosten. Zudem belasteten Einmalkosten für die Einstellung der Geschäftstätigkeit in Russland mit EUR 1.0 Mio das Ergebnis. Aufgrund von Preiserhöhungen und positiven Währungseffekten lag der Umsatz mit EUR 362.1 Mio um 5.1% über Vorjahr. Dagegen sank der EBIT von EUR 28.0 Mio auf EUR 16.6 Mio und die Marge von 8.1% auf 4.6%. Auf Gruppenebene resultierte ein leichter Anstieg des EBIT um 3.3% auf EUR 71.4 Mio. Infolge der auf 19.5% (VJ 12.0%) angehobenen Steuerrate, sank der Gewinn jedoch um 6.0% auf EUR 56.7 Mio.

Das Management erwartet 2023 weiteres Umsatzwachstum und eine zu 2022 vergleichbare EBIT-Marge. Mittelfristig soll diese auf 9% bis 11% steigen und der Umsatz um 5% p.a. wachsen. Dies erscheint uns durchaus als machbar. Als Markt- und Technologieführer ist Zehnder gut aufgestellt, um von den Trends Energieeffizienz und gesundes Raumklima zu profitieren. Zudem bilden die starke Cashflow-Generierung zusammen mit der Netto-Cash-Position eine gute Basis, um die angestrebten Akquisitionen voranzutreiben. Mit einem für 2023 geschätzten P/E von 14.7x und dem EV/EBITDA von 7.7x ist die Aktie unseres Erachtens attraktiv bewertet.

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3.9.2026

Skan: Fokus liegt auf wiederkehrendem Servicegeschäft

Nach einem von zahlreichen Projektverschiebungen belasteten Vorjahr hat Skan im Halbjahr 2026 die erwartete Ergebniswende eindrucksvoll bestätigt.

Der Umsatz stieg substanziell um 22.2% auf CHF 164.5 Mio. Gleichzeitig erhöhte sich der Auftragseingang um 16.3% auf CHF 247.6 Mio (Book-to-Bill 1.5x). Infolgedessen wuchs der Auftragsbestand um 27.8% auf CHF 442.3 Mio. Damit verfügt Skan über eine hohe Planungssicherheit, die deutlich über das Jahresende hinaus reicht. Besonders erfreulich ist die markante Verbesserung der Profitabilität. Das EBITDA erhöhte sich von lediglich CHF 0.9 Mio im Vorjahressemester auf CHF 15.3 Mio. Treiber der positiven Entwicklung waren die geringere Anzahl an Projektverschiebungen, ein diszipliniertes Kostenmanagement sowie die Konsolidierung der Akquisitionen Metronic (Robotic) und ABC Transfer (Verbrauchsmaterialien). Unter dem Strich resultierte ein Gewinn von CHF 5.4 Mio, nach einem Verlust von CHF 8.3 Mio in der Vorjahresperiode.

Das Segment Services & Consumables steigerte den Umsatz um respektable 47.2% auf CHF 64.6 Mio. Einen wesentlichen Beitrag leisteten die beiden Akquisitionen, die CHF 14.2 Mio zum Umsatz beitrugen. Das EBITDA verbesserte sich um 29.7% auf CHF 13.0 Mio. Damit erwirtschaftete das Servicegeschäft 39.3% des Gruppenumsatzes und trägt stolze 85.1% zum Segment-EBITDA bei.

Mittelfristig strebt das Unternehmen mit dem wiederkehrenden Servicegeschäft einen Umsatzanteil von 50% an, um nicht nur die Profitabilität zu stärken, sondern gleichzeitig die Ergebnisvolatilität des Konzerns zu reduzieren, erläuterte CEO Jonas Greuter anlässlich der Präsentation der Halbjahresergebnisse.

Auch im Bereich Equipment & Solutions zeigt die Entwicklung in die richtige Richtung. Der Umsatz stieg um 10.2% auf CHF 99.9 Mio und das EBITDA drehte von CHF -9.1 Mio auf CHF 2.3 Mio. Angesichts des hohen Auftragsbestands von CHF 362.5 Mio und den Fortschritten bei der Projektabwicklung dürfte dieses Segment im zweiten Halbjahr deutlich stärker zum Umsatz und Ergebnis beitragen.

Ein weiterer wichtiger Wachstumstreiber ist die neu erstellte Anlage für Pre-Approved Services. Diese ermöglicht den Kunden die erforderlichen Stabilitätstest für ein neues Medikament frühzeitig durchzuführen. Mit der Zulassung durch Swissmedic wird im laufenden Jahr gerechnet. Nach dem schrittweisen Hochfahren strebt Skan damit mittelfristig einen Umsatz von rund CHF 50 Mio sowie ein EBITDA von CHF 25 Mio an.

Angesichts der erzielten Fortschritte bestätigt das Management seine Jahresziele: Umsatzsteigerung im oberen Zehnprozentbereich und eine EBITDA-Marge zwischen 13% und 15%.

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17.8.2026

Zehnder Group: beschleunigt ihren Wachstumskurs

Der Umsatz stieg im ersten Semester 2026 um 3.2% auf EUR 394.9 Mio. Ein starkes Wachstum im margenstarken Lüftungsbereich und das disziplinierte Kostenmanagement führten zu einem Anstieg des bereinigten EBIT um 15.3% auf EUR 37.7 Mio und einer EBIT-Marge von 9.5% (VJ: 8.5%). Die Einführung einer divisionalen Organisationsstruktur verursachte Einmalkosten in der Höhe von EUR 5.5 Mio. Der Reingewinn stieg dennoch um 1.7% auf EUR 23.9 Mio.

Im Lüftungssegment kletterte der Umsatz um 7.1% auf EUR 272.1 Mio, was 68.9% des Konzernumsatzes entspricht. Vor fünf Jahren lag die Zahl noch bei 52.3%. Treiber waren der Ausbau des Vertriebsnetzes in den USA, der erfolgreiche Roll-out von EVO-Lüftungsgeräten für Mehrfamilienhäuser sowie die Eröffnung weiterer Zehnder Akademien. Dank dem höheren Absatzvolumen wuchs das bereinigte EBIT um 13.5% auf EUR 37.8 Mio. Zudem trugen Skaleneffekte zu einer Verbesserung der EBIT-Marge von 13.1% auf 13.9% bei.

Beim Heizköpergeschäft stand in den letzten Jahren die Senkung der Kostenbasis zuoberst auf der Agenda. In Gränichen wurde die Produktion eingestellt, der Mehrschichtenbetrieb in Polen und der Türkei zurückgefahren sowie in China die Produktion an Dritte ausgelagert. Die getroffenen Massnahmen zeigen allmählich positive Wirkung. Der Umsatz sank lediglich um 4.7% auf EUR 122.7 Mio. Das bereinigte EBIT lag mit EUR -0.1 Mio nahe an der Break-even-Schwelle.

Mit der per Ende 2026 geplanten organisatorischen Trennung der europäischen Aktivitäten in die eigenständigen Divisionen Lüftungen und Radiatoren beschleunigt das Unternehmen die Transformation vom klassischen Heizkörperhersteller zum Anbieter ganzheitlicher Raumklimalösungen. Kürzere Entscheidungswege, die klarere Ergebnisverantwortung und eine stärkere Kundenausrichtung sollen die operative Agilität weiter erhöhen. CEO Matthias Huenerwadel betonte an der Präsentation der Halbjahresergebnisse, dass Zehnder mit dieser Massnahme vom absehbaren Marktwachstum überdurchschnittlich profitieren will.

Für das Gesamtjahr stellt das Unternehmen einen Umsatz zwischen EUR 770 und 790 Mio (VJ: 761 Mio) sowie eine bereinigte EBIT-Marge etwa auf dem Niveau des ersten Halbjahrs in Aussicht. Zudem werden die Mittelfristziele mit einem jährlichen Umsatzwachstum von rund 5% und einer EBIT-Marge von 9 bis 11% bestätigt.

Zehnder ist eine interessante Opportunität, um an einem strukturellen Wachstumsmarkt zu partizipieren. Gemessen an dem für 2027 geschätzten Kurs-Gewinn-Verhältnis von 13.8x ist die Aktie mit einem Discount zum historischen Kurs bewertet.

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12.5.2026

Kardex: Wachstum gewinnt kräftig an Fahrt

Die im Geschäftsjahr 2025 lancierten Initiativen zur Beschleunigung des Wachstums zeigten eine überraschend starke Wirkung. Getrieben von der Sparte Standardized Systems stieg der Auftragseingang um 24.1% auf den Rekordwert von EUR 981.6 Mio. Der Umsatz erhöhte sich um 7.5% auf EUR 850.4 Mio (Book-to-Bill-Ratio 1.15x). Davon entfielen EUR 625.4 Mio auf das Neugeschäft und EUR 225.0 Mio auf die margenstarken Life Cycle Services.

Der Auftragsbestand nahm von EUR 475.5 Mio auf EUR 599.2 Mio deutlich zu und bildet damit eine solide Umsatzbasis für das laufende Geschäftsjahr. Das EBIT überschritt mit EUR 101.2 Mio erstmals die Marke von EUR 100 Mio. Aufgrund deutlich höherer Investitionen in Innnovationen und Vertrieb sowie Veränderungen im Umsatzmix reduzierte sich die EBIT-Marge jedoch von 12.4% auf 11.9%.

Der Reingewinn halbierte sich von EUR 80.8 Mio auf EUR 41.8 Mio. Hauptursache hierfür war eine einmalige Abschreibung im Zusammenhang mit der Mehrheitsübernahme von Rocket Solution. Trotz des deutlichen Gewinnrückgans hält Kardex unverändert an der Ausschüttung einer Dividende von CHF 6.00 je Aktie fest.

Automated Products: betreibt in über 30 Ländern Vertriebs- und Serviceorganisationen für automatisierte Lager- und Bereitstellungssysteme für Kleinteile. Mit einer installierten Basis von rund 140’000 Anlagen verfügt Kardex in ihren Nischenmärkten über einen Marktanteil von über 35%. Getrieben vom neu ausgerichteten Europageschäft stieg der Auftragseingang um 8.7% auf EUR 560 Mio und der Umsatz erreichte mit EUR 57.2 Mio (+2.8%) ein neues Rekordhoch. Rund 31% des Umsatzes entfielen auf das margenstarke Servicegeschäft. Trotz höherer Investitionen zur Beschleunigung des Wachstums blieb die EBIT-Marge mit 16.1% stabil auf Vorjahresniveau.

Standardized Systems: erstellt massgeschneiderte Hochregallager und Materialflusssysteme für Logistikzentren. Der Auftragseingang wuchs um 52.9% auf EUR 422.1 Mio. Dies entspricht fast 43% des Gesamtgeschäfts von Kardex. 2023 lag der Anteil noch unter 22%. Der Umsatz stieg um 18.6% auf EUR 278.1 Mio, während der Auftragsbestand mit EUR 345.6 Mio einen neuen Höchststand erreichte. Aufgrund erheblicher Investitionen in die Vertriebsorganisation, die Softwareentwicklung sowie die IT-Infrastruktur ging der EBIT allerdings um 4.2% auf EUR 13.8 Mio zurück.

Trotz Unsicherheiten durch US-Zölle hält Kardex an ihren mittelfristigen Wachstumszielen fest. Zwischen 2029 und 2031 strebt das Unternehmen einen Umsatz von über EUR 1.5 Mrd sowie eine EBIT-Marge von 10% bis 14% an. Für das laufende Geschäftsjahr sieht CEO Jens Hardenacke das Unternehmen gut auf Kurs und erwartet im Vergleich zu 2025 deutlich höhere Auftragseingänge. Zudem sollen die Umsätze sowohl das Marktwachstum wie auch die Zielmarge von plus 10% bis 14% übertreffen. Für die EBIT-Marge erachtet er 12% als einen guten Richtwert.

Kardex ist eine attraktive Opportunität, um am strukturellen Wachstumsmarkt Intralogistik zu partizipieren. Gemessen an dem für 2026 geschätzten P/E von 23.3x ist die Aktie mit einem Discount zum historischen Mittelwert bewertet.

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