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3.10.2025

Plazza: Fokus auf Wohnimmobilien – mit zuverlässiger Wachstumsstrategie

Das durch Abspaltung aus dem Mischkonzern Conzzeta entstandene Immobilienunternehmen überzeugt durch ein attraktives Portfolio an Entwicklungsliegenschaften, eine starke Eigenkapitalbasis und dynamisches Wachstum. Nach dem Börsengang konnte Plazza von 2016 bis 2024 den Liegenschaftenertrag von CHF 14.8 Mio auf 33.0 Mio mehr als zu verdoppeln und das Eigenkapital je Aktie von CHF 256 auf 360 steigern. Mit einer Eigenkapital-Quote von 60.9% und lediglich 25.1% verzinslichem Fremdkapital verfügt das Unternehmen über eine ausserordentlich solide Finanzierungsbasis. Damit ist Plazza in der Lage, Marktchancen flexibel zu nutzen und Entwicklungsprojekte ohne Kapitalerhöhung zu realisieren.

Im ersten Halbjahr 2025 trug die Fertigstellung der ersten Bauetappe in Crissier zu einem Anstieg des Liegenschaftenertrags um 31.9% auf CHF 19.7 Mio bei. Rund 85% der Mieterträge stammen aus dem Segment Wohnen, mit Schwerpunk auf zentrumsnahen Lagen in Zürich und Lausanne. Dank tieferen Diskontierungssätzen sowie höheren Ertragserwartungen resultierte ein Neubewertungserfolg von CHF 19.4 Mio (VJ: 14.5 Mio), während das EBIT um 36.5% auf CHF 35.2 Mio zulegte. Der Gewinn stieg um 23.5% auf CHF 25.3 Mio.

Für das Gesamtjahr 2025 erwartet Plazza unverändert ein Wachstum des Betriebsergebnisses vor Abschreibungen und Neubewertungen von 10-15% (VJ: CHF 26.2 Mio). Langfristig strebt das Unternehmen mit drei Entwicklungsliegenschaften bis Ende des Jahrzehnts eine Ausweitung des Liegenschaftenertrags auf über CHF 55 Mio (2025: 39 Mio erwartet) an.

  • Affoltern am Albis: Die Baugenehmigung ist erteilt, der Baubeginn für 2026 geplant. Bei Investitionen von CHF 65-75 Mio wird für 92 Wohnungen mit einem Mietzinspotenzial von >CHF 3 Mio gerechnet.
  • Regensdorf: Auf dem ehemaligen Industriegebiet nördlich des Bahnhofs ist von 250 Wohnungen, bei Investitionen von CHF 220-240 Mio ein Mieterlös von >CHF 9 Mio zu erwarten. Der Gestaltungsplan wurde genehmigt. Das Management ist zuversichtlich, im kommenden Jahr mit Erteilung der Baubewilligung starten zu können.
  • Crissier: Der Baubeginn der zweiten Etappe ist auf frühesten 2028 zurückgestellt. Bei Investitionen von CHF 75-85 Mio und einer Stockwerkeigentumsquote von etwa 20% liegt das Mietzinspotenzial bei CHF 4 Mio.
  • Zürich: Von der bereits angelaufenen Kernsanierung der 466 Wohnungen der Bestandesliegenschaften «Im Tiergarten», mit Investitionen von CHF 120 Mio, ist eine Zunahme des Mietertrags um etwa 3% der getätigten Investitionen zu erwarten.

Plazza kombiniert ein robustes Geschäftsmodell mit einer klaren Wachstumsperspektive und ist damit insbesondere für langfristig orientierte Investoren interessant. Mit einem für 2026 geschätzten Kurs-Buchwert-Verhältnis von 1.0x notiert die Aktie nahe am Buchwert – ein Hinweis auf eine faire Bewertung mit zusätzlichem Upside-Potenzial.

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22.9.2026

Medacta: gut aufgestellt, um ambitiöse Wachstumsziele zu erreichen

Das seit April 2019 an der SIX kotierte Orthopädieunternehmen hat seinen Umsatz in den vergangenen sieben Jahren mehr als verdoppelt. Getrieben wurde diese Entwicklung durch innovative Implantate für minimal invasive Operationen, die systematische Schulung von Chirurgen sowie den konsequenten Ausbau des internationalen Vertriebsteams. Im Interview mit der «Finanz und Wirtschaft» erklärte CEO Francesco Siccardi, dass die Aussichten gut seien, Medacta in den kommenden sieben Jahren erneut auf die doppelte Grösse zu führen.

Im ersten Halbjahr 2026 stieg der Umsatz währungsbereinigt um 9.7% auf EUR 368.2 Mio. Damit wuchs Medacta weiterhin mehr als doppelt so schnell wie der Gesamtmarkt. Gegenüber dem aussergewöhnlich hohen Wachstum von 19.8% in der Vorjahresperiode hat sich die Dynamik allerdings merklich abgeschwächt. Wesentlicher Grund dafür war die ausserordentlich hohe Vergleichsbasis. Hinzu kamen im wichtigen US-Markt die laufende Umstellung des Vertriebskanals im Wirbelsäulengeschäft sowie eine temporäre Nachfrageschwäche bei den Kunden im Hüftbereich. Dadurch verlangsamte sich das Wachstum in Nordamerika von 19.8% im Vorjahr auf 6.6%.

Da die USA für Medacta zu den margenstärksten Märkten zählen, belastete die schwächere Entwicklung nicht nur das Umsatzwachstum, sondern überproportional auch die Profitabilität. Dies erklärt weitgehend den Rückgang des bereinigten EBITDA von EUR 98.8 Mio auf EUR 97.4 Mio. Unter dem Strich resultierte ein Reingewinn von EUR 41.9 Mio, verglichen mit EUR 60.0 Mio in der Vorjahresperiode. Dieser deutliche Rückgang ist in erster Linie auf den Wegfall des 2025 verbuchten Sondergewinns von EUR 13.7 Mio aus der Übernahme von Parcus Medical sowie auf die von 12.5% auf 18.4% gestiegene Steuerquote zurückzuführen. Von den US-Zöllen bleibt Medacta weiterhin verschont.

Anlässlich der Präsentation der Halbjahresergebnisse berichtete CEO Saccardi, dass sich das US-Wirbelsäulengeschäft im dritten Quartal plangemäss entwickelt und sich das Hüftgeschäft wieder deutlich beschleunigt habe. Angesichts der anziehenden Dynamik im US-Geschäft und der im zweiten Semester weniger anspruchsvollen Vergleichsbasis zeigt sich das Management zuversichtlich, die Jahresziele zu erreichen. Für das Gesamtjahr strebt das Unternehmen unverändert ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum von 10 bis 14% sowie eine Verbesserung der bereinigten EBITDA-Marge um rund 50 Basispunkte gegenüber dem Vorjahr an.

Nach dem Kursrückgang der vergangenen Monate wird Medacta auf Basis des für 2026 geschätzten Kurs-Gewinn-Verhältnis von 23.4x deutlich unter dem historischen Durchschnitt bewertet. Auch gegenüber dem durchschnittlichen Kursziel der Finanzanalysten von rund CHF 160 weist die Aktie einen beachtlichen Abschlag auf.

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3.9.2026

Skan: Fokus liegt auf wiederkehrendem Servicegeschäft

Nach einem von zahlreichen Projektverschiebungen belasteten Vorjahr hat Skan im Halbjahr 2026 die erwartete Ergebniswende eindrucksvoll bestätigt.

Der Umsatz stieg substanziell um 22.2% auf CHF 164.5 Mio. Gleichzeitig erhöhte sich der Auftragseingang um 16.3% auf CHF 247.6 Mio (Book-to-Bill 1.5x). Infolgedessen wuchs der Auftragsbestand um 27.8% auf CHF 442.3 Mio. Damit verfügt Skan über eine hohe Planungssicherheit, die deutlich über das Jahresende hinaus reicht. Besonders erfreulich ist die markante Verbesserung der Profitabilität. Das EBITDA erhöhte sich von lediglich CHF 0.9 Mio im Vorjahressemester auf CHF 15.3 Mio. Treiber der positiven Entwicklung waren die geringere Anzahl an Projektverschiebungen, ein diszipliniertes Kostenmanagement sowie die Konsolidierung der Akquisitionen Metronic (Robotic) und ABC Transfer (Verbrauchsmaterialien). Unter dem Strich resultierte ein Gewinn von CHF 5.4 Mio, nach einem Verlust von CHF 8.3 Mio in der Vorjahresperiode.

Das Segment Services & Consumables steigerte den Umsatz um respektable 47.2% auf CHF 64.6 Mio. Einen wesentlichen Beitrag leisteten die beiden Akquisitionen, die CHF 14.2 Mio zum Umsatz beitrugen. Das EBITDA verbesserte sich um 29.7% auf CHF 13.0 Mio. Damit erwirtschaftete das Servicegeschäft 39.3% des Gruppenumsatzes und trägt stolze 85.1% zum Segment-EBITDA bei.

Mittelfristig strebt das Unternehmen mit dem wiederkehrenden Servicegeschäft einen Umsatzanteil von 50% an, um nicht nur die Profitabilität zu stärken, sondern gleichzeitig die Ergebnisvolatilität des Konzerns zu reduzieren, erläuterte CEO Jonas Greuter anlässlich der Präsentation der Halbjahresergebnisse.

Auch im Bereich Equipment & Solutions zeigt die Entwicklung in die richtige Richtung. Der Umsatz stieg um 10.2% auf CHF 99.9 Mio und das EBITDA drehte von CHF -9.1 Mio auf CHF 2.3 Mio. Angesichts des hohen Auftragsbestands von CHF 362.5 Mio und den Fortschritten bei der Projektabwicklung dürfte dieses Segment im zweiten Halbjahr deutlich stärker zum Umsatz und Ergebnis beitragen.

Ein weiterer wichtiger Wachstumstreiber ist die neu erstellte Anlage für Pre-Approved Services. Diese ermöglicht den Kunden die erforderlichen Stabilitätstest für ein neues Medikament frühzeitig durchzuführen. Mit der Zulassung durch Swissmedic wird im laufenden Jahr gerechnet. Nach dem schrittweisen Hochfahren strebt Skan damit mittelfristig einen Umsatz von rund CHF 50 Mio sowie ein EBITDA von CHF 25 Mio an.

Angesichts der erzielten Fortschritte bestätigt das Management seine Jahresziele: Umsatzsteigerung im oberen Zehnprozentbereich und eine EBITDA-Marge zwischen 13% und 15%.

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17.8.2026

Zehnder Group: beschleunigt ihren Wachstumskurs

Der Umsatz stieg im ersten Semester 2026 um 3.2% auf EUR 394.9 Mio. Ein starkes Wachstum im margenstarken Lüftungsbereich und das disziplinierte Kostenmanagement führten zu einem Anstieg des bereinigten EBIT um 15.3% auf EUR 37.7 Mio und einer EBIT-Marge von 9.5% (VJ: 8.5%). Die Einführung einer divisionalen Organisationsstruktur verursachte Einmalkosten in der Höhe von EUR 5.5 Mio. Der Reingewinn stieg dennoch um 1.7% auf EUR 23.9 Mio.

Im Lüftungssegment kletterte der Umsatz um 7.1% auf EUR 272.1 Mio, was 68.9% des Konzernumsatzes entspricht. Vor fünf Jahren lag die Zahl noch bei 52.3%. Treiber waren der Ausbau des Vertriebsnetzes in den USA, der erfolgreiche Roll-out von EVO-Lüftungsgeräten für Mehrfamilienhäuser sowie die Eröffnung weiterer Zehnder Akademien. Dank dem höheren Absatzvolumen wuchs das bereinigte EBIT um 13.5% auf EUR 37.8 Mio. Zudem trugen Skaleneffekte zu einer Verbesserung der EBIT-Marge von 13.1% auf 13.9% bei.

Beim Heizköpergeschäft stand in den letzten Jahren die Senkung der Kostenbasis zuoberst auf der Agenda. In Gränichen wurde die Produktion eingestellt, der Mehrschichtenbetrieb in Polen und der Türkei zurückgefahren sowie in China die Produktion an Dritte ausgelagert. Die getroffenen Massnahmen zeigen allmählich positive Wirkung. Der Umsatz sank lediglich um 4.7% auf EUR 122.7 Mio. Das bereinigte EBIT lag mit EUR -0.1 Mio nahe an der Break-even-Schwelle.

Mit der per Ende 2026 geplanten organisatorischen Trennung der europäischen Aktivitäten in die eigenständigen Divisionen Lüftungen und Radiatoren beschleunigt das Unternehmen die Transformation vom klassischen Heizkörperhersteller zum Anbieter ganzheitlicher Raumklimalösungen. Kürzere Entscheidungswege, die klarere Ergebnisverantwortung und eine stärkere Kundenausrichtung sollen die operative Agilität weiter erhöhen. CEO Matthias Huenerwadel betonte an der Präsentation der Halbjahresergebnisse, dass Zehnder mit dieser Massnahme vom absehbaren Marktwachstum überdurchschnittlich profitieren will.

Für das Gesamtjahr stellt das Unternehmen einen Umsatz zwischen EUR 770 und 790 Mio (VJ: 761 Mio) sowie eine bereinigte EBIT-Marge etwa auf dem Niveau des ersten Halbjahrs in Aussicht. Zudem werden die Mittelfristziele mit einem jährlichen Umsatzwachstum von rund 5% und einer EBIT-Marge von 9 bis 11% bestätigt.

Zehnder ist eine interessante Opportunität, um an einem strukturellen Wachstumsmarkt zu partizipieren. Gemessen an dem für 2027 geschätzten Kurs-Gewinn-Verhältnis von 13.8x ist die Aktie mit einem Discount zum historischen Kurs bewertet.

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