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24.6.2024

Burckhardt Compression: profitiert vom strukturellen Wachstumsmarkt Energiewende

Der Hersteller von Kolbenkompressoren überzeugte im Geschäftsjahr 2023 (bis Ende März 24) erneut mit einem starken Ergebnis. Getrieben vom starken Neumaschinengeschäft stieg der Umsatz um 18.4% (in LW +26.1%) auf rekordhohe CHF 982.0 Mio. Infolgedessen konnte der EBIT um 27.8% auf CHF 121.4 Mio zulegen. Die EBIT-Marge verbesserte sich von 11.4% auf 12.4%. Zu dieser positiven Entwicklung haben auch die rückläufigen Verwaltungskosten sowie der Wegfall einmaliger Rückstellungen im Vorjahr beigetragen. Der Gewinn stieg analog zum EBIT um 28.7% auf CHF 90.1 Mio und die Rendite auf dem Nettovermögen (RONOA) kletterte von 25.7% auf 30.1%. Erfreulich ist auch der starke Auftragseingang von CHF 1’124.7 Mio, bei einem Book-to-Bill-Ratio von 1.18x. Dies gibt dem Unternehmen ein hohe Visibilität über das angelaufene Jahr hinaus. Aufgrund dieser guten Ergebnisse wurde die Dividende von CHF 12 auf CHF 15 kräftig erhöht.

Mit einem erheblichen Anstieg der Auslieferungen gelang der Systems Division eine kräftige Umsatzsteigerung von CHF 31.3% auf CHF 642.8 Mio. Trotz negativer Verschiebungen im Produktmix konnte der EBIT dank operativer Hebelwirkungen um erfreuliche 57.1% auf CHF 47.6 Mio zulegen. Infolgedessen verbesserte sich die EBIT-Marge von 6.2% auf 7.4%. Beim Auftragseingang verzeichnen die Kompressoren für den Einsatz bei Flüssiggas-Tankern (LPG) sowie die neuen Anwendungen zur Energietransition eine dynamische Entwicklung. Der Absatz von Kompressoren zur Herstellung von Ethylen-Vinylacetat (EVA) für Solarmodule erfreute sich weiterhin einer robusten Nachfrage.

Die Services Division sorgt mit 35 Servicestationen und rund 10’000 installierten Anlagen für wiederkehrende Erträge. Nach dem starken Wachstum im Vorjahr stabilisierte sich der Umsatz bei CHF 339.2 Mio (-0.2%). Dank eines höheren Anteils von Ersatzteilen und digitalen Dienstleistungen im Produktmix stieg der EBIT dennoch um 11.3% auf CHF 83.5 Mio. Die Marge betrug beachtliche 24.6% gegenüber 22.1% im Vorjahr. Mit Akquisitionen und steigenden Installationszahlen wird längerfristig ein Umsatzanteil von rund 50% in diesem margenstarken Geschäft angestrebt.

Aufgrund der schneller als erwarteten Fortschritte in der Transformation und der positiven Markttrends für nachhaltige Energielösungen wurde die Umsatz-Guidance für das laufende Jahr auf CHF 1.0 Mrd bis CHF 1.1 Mrd und mittelfristig auf CHF 1.2 Mrd erhöht. Im Durchschnitt der letzten fünf Jahre konnte Burckhardt Compression den Gewinn um 26.7% steigern (CAGR 18-23). Hierbei konnten sich die Aktionäre im Durchschnitt über einen jährlichen Total Return von beachtlichen 23.3% freuen. Gemessen am geschätzten EV/EBITDA 2024 von 12.8x und dem P/E 2024 von 19.8x notiert die Aktie deutlich unter ihrem historischen Mittelwert. Sie ist ein interessantes Investment in den strukturellen Wachstumsmarkt Energiewende.

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18.3.2026

Bachem: starkes Jahresergebnis 2025 – beschleunigt Wachstum

Der Hersteller pharmazeutischer Wirkstoffe überzeugte im Geschäftsjahr 2025 mit einem zweistelligen Umsatzwachstum, überproportional steigender Profitabilität sowie einem starken Ergebnis im wachstumstreibenden CMC-Geschäft. Auch der erste Auftritt der neuen CEO Anna-Kathrin Stoller anlässlich der Ergebnispräsentation hinterliess einen positiven Eindruck.

Getrieben vom anhaltenden GLP-1-Boom (Diabetes- und Adipositas-Medikamente) stieg der Umsatz um 14.8% auf CHF 695.1 Mio. In Lokalwährungen entspricht dies einem Plus von 19.2%. Der EBITDA kletterte um 21.8% auf CHF 214.7 Mio (in LW +32.6%) und die EBITDA-Marge erreichte 30.9%. Ein Teil dieser Marge ist jedoch auf Einmaleffekte in Höhe von CHF 16.1 Mio zurückzuführen. Bereinigt ergibt sich eine Marge von 28.6%. Unter dem Strich resultierte ein Reingewinn von CHF 148.8 Mio (+23.7%).

Besonders stark entwickelte sich der Geschäftsbereich CMC Development (Wirkstoffe für klinische Studien). Der Umsatz sprang von CHF 234.4 Mio auf CHF 304.0 Mio (+35.6% in LW). Da erfolgreiche Projekte typischerweise später in die kommerzielle Produktion übergehen, ist dieses Segment auch ein wichtiger Treiber für künftiges Wachstum. Das umsatzstärkste Segment Commercial API (zugelassene Wirkstoffe) verzeichnete ein moderateres Wachstum von 8.2% (in LW) auf CHF 343.4 Mio. Treiber waren hierbei insbesondere Umsätze mit patentgeschützten Peptiden. Auch das kleinere Segment Research & Specialities (Forschungschemikalien und Spezialitäten) überzeugte mit einem Wachstum von 13.8% auf CHF 47.7 Mio, unterstützt durch eine solide Nachfrage nach diagnostischen Peptiden.

Bachem investiert weiterhin substanziell in den Ausbau seiner globalen Produktionskapazitäten. Im Berichtsjahr beliefen sich die Investitionen auf CHF 332.6 Mio und für das laufende Jahr sind über CHF 400 Mio geplant. Ein zentraler Meilenstein dieser Expansionsstrategie ist das neu errichtete Building K am Standort Bubendorf, dessen Produktionslinien derzeit stufenweise hochgefahren werden.

Zur Auslastung der erweiterten Kapazitäten konnte das Unternehmen langfristige Lieferverträge mit führenden Herstellern von GLP-1-basierten Therapien abschliessen. Für das laufende Jahr stellt das Management ein Umsatzwachstum von 35% bis 45% (in LW) sowie eine EBITDA-Marge im tiefen Dreissigerbereich in Aussicht.

Bachem ist unseres Erachtens hervorragend positioniert, um von den strukturellen Wachstumsmärkten Peptide und Oligonukleotide zu profitieren. Mit einem für 2026 geschätzten P/E von 23.1x wird die Aktie mit einem deutlichen Abschlag gegenüber ihrem historischen Mittelwert gehandelt.

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5.1.2026

SKAN: kurzfristige Delle, langfristig überzeugende Wachstumsperspektiven

Skan ist Weltmarktführerin im Bereich High-end-Isolatoren für die aseptische Abfüllung biopharmazeutischer Wirkstoffe. Strukturelle Wachstumstreiber sind der anhaltende Trend zu subkutan verabreichten Arzneimitteln sowie die fortschreitende Verlagerung der Produktion von klassischen Reinräumen hin zur überlegenen Isolatortechnologie. Die technologische Führungsposition, kombiniert mit hohen regulatorischen Anforderungen, schafft substanzielle Markteintrittsbarrieren.

Seit der Kotierung an der SIX im Oktober 2021 ist es Skan gelungen, den Umsatz von CHF 234.3 Mio auf CHF 361.3 Mio (CAGR 21-24: 15.5%) zu steigern und den Gewinn von CHF 21.4 Mio auf CHF 40.8 Mio (CAGR 21-24: 24.0%) beinahe zu verdoppeln.

Im ersten Halbjahr 2025 enttäuschte Skan allerdings die Erwartungen der Investoren mit einem deutlichen Ergebnisrückgang. Infolge von Projektverschiebungen bei grossen Impfstoff- und GLP-1-Fülllinien sank der Nettoerlös um 17.8% auf CHF 134.6 Mio. Die reduzierte Kapazitätsauslastung sowie hohe Investitionen in strategische Wachstumsinitiativen führten zu einem Einbruch des EBITDA auf CHF 0.9 Mio, nach CHF 21.5 Mio im Vorjahreszeitraum. Auf der Bottom-Line resultierte ein Verlust von CHF 8.3 Mio.

Demgegenüber stieg der Auftragseingang um 20.2% auf CHF 213 Mio, getrieben durch die zunehmende Nachfrage nach High-end-Isolatoren und ADC -Fülllinien. Der Auftragsbestand erreichte mit CHF 386.4 Mio einen historischen Höchststand und bildet damit eine solide Grundlage für ein beschleunigtes Umsatzwachstum in den kommenden Jahren.

Gleichzeitig mit der am 6. November abgegebenen Gewinnwarnung für das Geschäftsjahr 2025 bestätigte das Management die mittelfristige Guidance. Angestrebt wird ein Umsatzwachstum im mittleren bis oberen Zehnprozentbereich sowie eine schrittweise Ausweitung der EBITDA-Marge in den oberen Zehnprozentbereich, mit Potenzial für weitere Steigerungen. Der Markt reagierte dennoch empfindlich auf die kurzfristig tieferen Gewinnerwartungen: Der Aktienkurs fiel von CHF 70.20 bei Präsentation der Halbjahreszahlen auf CHF 52.80 zum Jahresende.

Der Analystenkonsens rechnet angesichts des rekordhohen Auftragsbestands und des weiterhin robusten Auftragseingangs für das Geschäftsjahr 2026 mit einem Umsatzanstieg auf CHF 414.4 Mio (2024: CHF 361.3 Mio). Das EBITDA dürfte sich mit geschätzten CHF 57.0 Mio infolge höherer Auslastung und fortschreitender Projektabwicklungen wieder deutlich in Richtung der mittelfristigen Zielmarge entwickeln.

Aus unserer Sicht stellt Skan eine attraktive Möglichkeit dar, um am strukturellen Wachstum im Medtech-Sektor mit einem klaren Marktführer zu partizipieren. Auf Basis eines für 2026 geschätzten P/E von 31.5x wird die Aktie derzeit mit einem substanziellen Bewertungsabschlag gegenüber den Vorjahren gehandelt.

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3.12.2025

Dottikon ES: überzeugendes Halbjahresergebnis und starker Wachstumsschub in Sicht

Die Herstellerin von Pharmawirkstoffen erzielte im ersten Geschäftshalbjahr 2025/2026 ein beeindruckendes Umsatzwachstum von 24.9% auf CHF 196.1 Mio. Wesentlich hierzu beigetragen haben die vier neuen Wirkstofftrocknungsanlagen, die nach behördlicher Abnahme sukzessive hochgefahren wurden. Zusätzlich profitierte Dottikon ES von Vorbezügen einzelner Kunden im Zusammenhang mit Unsicherheiten rund um die US-Zollpolitik.

Da der Personalaufwand mit CHF 50.7 Mio (+9.2%) deutlich weniger stark zunahm als der Umsatz, stieg der EBITDA überproportional um 45.4% auf CHF 69.3 Mio. Der EBIT legte um 50.0% auf CHF 56.0 Mio zu. Die EBIT-Marge verbesserte sich gegenüber dem Vorjahr von 23.8% auf 28.6% – ein im Sektorvergleich überdurchschnittlicher Wert (Bachem 21.4%, Lonza 17.3%, Siegfried 14.5%). Unter dem Strich resultierte ein Halbjahresgewinn CHF 47.6 Mio (+47.7%).

CEO Markus Blocher sieht das Unternehmen gut auf Kurs, die bis 2026 angestrebte Verdoppelung der Produktionskapazitäten zu erreichen. Starker Wachstumstreiber ist hierbei die neue Mehrzweckanlage für die Grossmengenproduktion von Pharmawirkstoffen. Zurzeit läuft die Inbetriebnahme der ersten Produktionslinie zur Qualifizierung der Anlagen und Validierung der Herstellprozesse. Nach erfolgreicher Zertifizierung werden die vier Linien schrittweise bis Ende 2026 Jahr hochgefahren. Da die Herstellung pharmazeutischer Wirkstoffe in der Regel mehrere Monate benötig, wird sich der Produktionsausbau im Ergebnis des laufenden Geschäftsjahrs allerdings noch nicht niederschlagen.

Das Management bestätigte, dass die neuen Kapazitäten in erster Linie dazu dienen, den bestehenden Nachfrageüberhang abzubauen und mit bereits vorliegenden Aufträgen ausgelastet werden. Den laufenden US-Zollverhandlung sieht das Unternehmen gelassen entgegen, da ein möglicher Zoll auf Wirkstoffe von 10% sich lediglich mit 0.5% bis 2.0% auf die Medikamentenkosten auswirke. Zudem bedarf die Erstellung und Qualifizierung einer neuen Wirkstoffanlage vor Ort eine Vorlaufzeit von sechs bis zehn Jahren, wodurch kurzfristige Verlagerungen kaum realistisch sind.

Dottikon ES ist ein Unternehmen mit starker Umsatz- und Gewinnentwicklung sowie hoher Cashflows aus Betriebstätigkeit. Zwecks Finanzierung der Erweiterungsinvestitionen wird konsequent auf eine Dividendenausschüttung verzichtet. Unseres Erachtens ist Dottikon ES mit einem geschätzten P/E 25/26e von 32.4x eine attraktive Wachstumsaktie.

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