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25.4.2023

Liechtensteinische Landesbank (LLB) ist zuversichtlich, die angepeilten Ziele zu erreichen

Der LLB ist es in einem anspruchsvollen Marktumfeld 2022 gelungen, den Geschäftsertrag um 5.6% auf CHF 503.2 Mio zu steigern und den Gewinn um 8.4% auf CHF 149.5 Mio zu erhöhen. Dank einem disziplinierten Kostenmanagement wurde trotz substanzieller Investitionen in die digitale Transformation das Cost-Income-Ratio von 65.8% auf 64.0% verbessert. Ein im Peer-Vergleich hoher Netto-Neugeld-Zufluss von CHF 3.6 Mrd ist hauptsächlich das Resultat einer effizienten Marktbearbeitung im Fondsgeschäft und dem Private Banking. Mit einer Anhebung der Dividende von CHF 2.30 auf CHF 2.50 lässt die Bank auch ihre Aktionäre an diesem Erfolg teilhaben.

Besonders kräftig zugelegt hat das Handelsgeschäft. Dank einem positiven Treasury Beitrag und gestiegener USD-Zinsen kletterte der Erfolg gegenüber dem Vorjahr um 72.4% auf CHF 136.1 Mio. Aufgrund der Zinswende stand dem um 22.2% auf CHF 241.7 Mio gestiegenen Zinsertrag eine Verdoppelung des Zinsaufwands auf CHF 89.5 Mio gegenüber. Dadurch fiel der Zinserfolg mit CHF 152.5 Mio (-1.1%) leicht tiefer als im Vorjahr aus, hat sich jedoch gegenüber den CHF 70.0 Mio im 1. Halbjahr sequentiell klar verbessert. Nach Jahren starken Wachstums erlitt das Kommissionsgeschäft eine Ertragseinbusse um 9.7% auf CHF 210.9 Mio. Grund hierfür war die negative Performance der Finanzmärkte, die zu einem Rückgang der bestandesabhängigen Erträge und dem Wegfall performanceabhängiger Kommissionen führte.

Das Management sieht die Bank gut auf Kurs, die mit der Strategie ACT-26 angepeilten Ziele zur Wachstumsbeschleunigung, der Steigerung von Profitabilität und einer kontinuierlichen Erhöhung der Dividende zu erreichen. Im laufenden Jahr dürfte die LLB infolge des Passivüberhangs in der Bilanz grundsätzlich vom Zinsanstieg profitieren. Zudem sollte auch die Abwanderung von CS-Vermögen im Wealth Management für Rückenwind sorgen. Konkrete Aussagen sind von dem für Anfang Mai 2023 angekündigten Strategie-Update zu erwarten. Angesichts des positiven Ausblicks, dem P/B von 0.93x, dem P/E 23e von 12.3x und der Dividendenrendite von 4.0% erachten wir die LLB-Aktie als vorteilhaft bewertet.

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2.11.2026

Kuros Biosciences: Innovationen treiben Umsatz und Profitabilität

Das Biotechunternehmen Kuros Biosciences entstand 2016 aus dem Zusammenschluss mit der börsenkotierten Cytos Biotechnology. Nach Jahren hoher Forschungs- und Entwicklungsausgaben gelang 2025 der Sprung in die Gewinnzone. Bei einem Umsatz von USD 146.1 Mio erzielte Kuros mit USD 2.6 Mio erstmals einen Reingewinn.

In den ersten neun Monaten 2026 setzte Kuros seinen Wachstumskurs eindrücklich fort. Der Umsatz stieg um 40% auf USD 141.8 Mio. Dank Skaleneffekten und konsequenter Kostendisziplin erhöhte sich das bereinigte EBITDA überproportional um 68% auf USD 20.6 Mio. Die entsprechende Marge verbesserte sich von 12.1% auf 14.5%. Zudem verfügte Kuros über eine Liquiditätsposition von USD 19.6 Mio, gegenüber USD 9.7 Mio Ende Juni.

Wichtigster Wachstumstreiber ist MagnetOS, ein synthetisches Knochenersatzmaterial zur Auffüllung von Knochendefekten und zur Regeneration von Knochengewebe. Mit der FDA-Zulassung für den Einsatz im posterolateralen Bereich der Wirbelsäule im Dezember 2023 gelang Kuros eine rasche Beschleunigung der Marktdurchdringung. Inzwischen hat sich das Unternehmen als drittgrösster Anbieter in diesem US-Marktsegment etabliert.

Angesichts der starken Geschäftsentwicklung erhöhte das Management seine Jahresprognose. Neu wird für 2026 ein Umsatzwachstum von 36% bis 40% erwartet, gegenüber bisher mindestens 35%. Gleichzeitig wurde das Ziel für die bereinigte EBITDA-Marge von rund 14% auf mehr als 14.5% erhöht.

Auch mittelfristig bleiben die Wachstumsziele ambitioniert. Bis 2028 strebt Kuros einen Umsatz von USD 300 bis 330 Mio und eine bereinigte EBITDA-Marge von mindestens 20% an. Zusätzliche Impulse sollen der erweiterte Zugang zu Krankenhäusern, zwei neue Produktlinien für Fuss und Sprunggelenk sowie die weitere internationale Expansion liefern. Das organische Wachstum soll dabei vollständig aus eigenen Mitteln finanziert werden.

Mit der Aufnahme der kommerziellen MagnetOS-Produktion im neuen Werk in Alpharetta, Georgia, im Oktober 2026 wurden wichtige Voraussetzungen für die weitere Expansion geschaffen. Die zusätzlichen Kapazitäten stärken die Versorgungssicherheit, verkürzen die Lieferwege zum wichtigsten Absatzmarkt und reduzieren die Abhängigkeit von Importen und entsprechenden Zollbelastungen.

Kuros überzeugt mit anhaltend hohem Umsatzwachstum, steigender Profitabilität und guten Perspektiven im Markt für regenerative Medizintechnik. Gegenüber dem durchschnittlichen Kursziel von rund CHF 32.00 der von AWP erfassten Finanzanalysten wird die Aktie mit einem beträchtlichen Abschlag gehandelt und bleibt damit eine interessante Anlage für wachstumsorientierte Investoren.

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19.10.2026

VZ Holding: setzt ihre profitable Wachstumsstory fort

Die VZ Gruppe, an der Gründer und Verwaltungsratspräsident Matthias Reinhart mit 61.2% beteiligt ist, blickt auf fünf erfolgreiche Geschäftsjahre zurück. Zwischen 2020 und 2025 steigerte der Finanzdienstleister seinen Gesamtertrag von CHF 323.1 Mio. auf CHF 574.5 Mio (CAGR: 12.2%). Noch stärker entwickelte sich der Gewinn, der sich von CHF 117.5 Mio auf CHF 236.4 Mio mehr als verdoppelte (CAGR: 15.0%). Von dieser erfreulichen Entwicklung profitierten auch die Aktionäre: Der Aktienkurs stieg im gleichen Zeitraum von CHF 80.90 auf CHF 149.40 (CAGR: 13.1%). Gleichzeitig erhöhte sich die Dividende von CHF 1.23 auf CHF 2.95 je Aktie.

Auch im ersten Halbjahr 2026 setzte VZ den Wachstumskurs unvermindert fort. Der Geschäftsertrag stieg gegenüber der Vorjahresperiode um 13.9% auf CHF 316.5 Mio. Wichtigster Wachstumstreiber waren die Erträge aus den verwalteten Vermögen, die begünstigt durch die positive Entwicklung der Aktienmärkte um 18.2% auf CHF 216.6 Mio. zunahmen.

Erfreulich entwickelte sich auch das Kerngeschäft Vermögensberatung. Angesichts der anhaltend hohen Nachfrage nach unabhängiger Finanzberatung baute VZ die Beratungskapazität von 259 auf 281 Consultants aus. Diese erzielten eine Zunahme der Honorarerträge um 6.7% auf CHF 22.6 Mio. Gleichzeitig gewann die Gruppe aus ihren Beratungsprojekten mehr als 5’100 neue Vertragskunden. Die verwalteten Vermögen stiegen um 5.9 Mrd auf CHF 67.7 Mrd, wovon CHF 3.3 Mrd auf Nettoneugeldzuflüsse entfielen.

Da der Geschäftsaufwand mit 10.4% auf CHF 163.3 Mio weniger stark zunahm als der Geschäftsertrag, stieg der Gewinn überproportional um 17.7% auf CHF 131.9 Mio. Dies unterstreicht die hohe Skalierbarkeit des Geschäftsmodells und die zunehmende operative Effizienz. Mit einer kombinierten Kernkapitalquote von komfortablen 28.4% verfügt VZ zudem über ausreichend finanziellen Spielraum für das weitere organische Wachstum und den Ausbau der noch kleinen Auslandsaktivitäten in Deutschland und Grossbritannien.

CEO Giulio Vitarelli erwartet für die zweite Jahreshälfte 2026 bei stabilen Finanzmärkten ähnliche Wachstumsraten wie in den ersten sechs Monaten. Auch mittelfristig bleiben die Perspektiven vielversprechend. Weitere 23 Consultants werden demnächst ihre einjährige Ausbildung abschliessen und ab 2027 die Beratungskapazität verstärken. Damit schafft VZ die Voraussetzungen, um den profitablen Wachstumskurs der vergangenen Jahre fortzusetzen.

Mit einem geschätzten Kurs-Gewinn-Verhältnis von 20.6x für 2027 wird die VZ Aktie leicht unter ihrem historischen Bewertungsdurchschnitt gehandelt. Angesichts des stetigen Wachstums, der hohen Profitabilität und des zunehmenden Anteils wiederkehrender Erträge bleibt VZ Holding für langfristig orientierte Anleger ein interessantes Investment.

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22.9.2026

Medacta: gut aufgestellt, um ambitiöse Wachstumsziele zu erreichen

Das seit April 2019 an der SIX kotierte Orthopädieunternehmen hat seinen Umsatz in den vergangenen sieben Jahren mehr als verdoppelt. Getrieben wurde diese Entwicklung durch innovative Implantate für minimal invasive Operationen, die systematische Schulung von Chirurgen sowie den konsequenten Ausbau des internationalen Vertriebsteams. Im Interview mit der «Finanz und Wirtschaft» erklärte CEO Francesco Siccardi, dass die Aussichten gut seien, Medacta in den kommenden sieben Jahren erneut auf die doppelte Grösse zu führen.

Im ersten Halbjahr 2026 stieg der Umsatz währungsbereinigt um 9.7% auf EUR 368.2 Mio. Damit wuchs Medacta weiterhin mehr als doppelt so schnell wie der Gesamtmarkt. Gegenüber dem aussergewöhnlich hohen Wachstum von 19.8% in der Vorjahresperiode hat sich die Dynamik allerdings merklich abgeschwächt. Wesentlicher Grund dafür war die ausserordentlich hohe Vergleichsbasis. Hinzu kamen im wichtigen US-Markt die laufende Umstellung des Vertriebskanals im Wirbelsäulengeschäft sowie eine temporäre Nachfrageschwäche bei den Kunden im Hüftbereich. Dadurch verlangsamte sich das Wachstum in Nordamerika von 19.8% im Vorjahr auf 6.6%.

Da die USA für Medacta zu den margenstärksten Märkten zählen, belastete die schwächere Entwicklung nicht nur das Umsatzwachstum, sondern überproportional auch die Profitabilität. Dies erklärt weitgehend den Rückgang des bereinigten EBITDA von EUR 98.8 Mio auf EUR 97.4 Mio. Unter dem Strich resultierte ein Reingewinn von EUR 41.9 Mio, verglichen mit EUR 60.0 Mio in der Vorjahresperiode. Dieser deutliche Rückgang ist in erster Linie auf den Wegfall des 2025 verbuchten Sondergewinns von EUR 13.7 Mio aus der Übernahme von Parcus Medical sowie auf die von 12.5% auf 18.4% gestiegene Steuerquote zurückzuführen. Von den US-Zöllen bleibt Medacta weiterhin verschont.

Anlässlich der Präsentation der Halbjahresergebnisse berichtete CEO Saccardi, dass sich das US-Wirbelsäulengeschäft im dritten Quartal plangemäss entwickelt und sich das Hüftgeschäft wieder deutlich beschleunigt habe. Angesichts der anziehenden Dynamik im US-Geschäft und der im zweiten Semester weniger anspruchsvollen Vergleichsbasis zeigt sich das Management zuversichtlich, die Jahresziele zu erreichen. Für das Gesamtjahr strebt das Unternehmen unverändert ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum von 10 bis 14% sowie eine Verbesserung der bereinigten EBITDA-Marge um rund 50 Basispunkte gegenüber dem Vorjahr an.

Nach dem Kursrückgang der vergangenen Monate wird Medacta auf Basis des für 2026 geschätzten Kurs-Gewinn-Verhältnis von 23.4x deutlich unter dem historischen Durchschnitt bewertet. Auch gegenüber dem durchschnittlichen Kursziel der Finanzanalysten von rund CHF 160 weist die Aktie einen beachtlichen Abschlag auf.

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