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3.10.2024

Skan: starker Rückenwind von unter die Haut injizierbaren Medikamenten, Markteintrittsbarrieren sichern solide Margen  

Skan ist ein weltweit führender Hersteller von High-End-Isolatoren für die aseptische Abfüllung biotechnologischer Arzneimittel. Dem seit Oktober 2021 an der SIX kotierten Unternehmen gelang es, in den zwei Folgejahren den Umsatz von CHF 234.3 Mio auf CHF 320.0 Mio zu steigern (CAGR +16.9%). Auch der EBITDA konnte von CHF 30.7 Mio auf CHF 50.1 Mio erhöht werden (CAGR +27.9 %). Für starken Rückenwind sorgen der Trend zu unter die Haut injizierbaren Medikamenten und der Boom bei GLP-1-Spritzen gegen Fettleibigkeit. Die marktführende Technologie sowie anspruchsvolle regulatorische Anforderungen sind hohe Markteintrittsbarrieren und sichern solide Cashflows und Margen.

Im ersten Halbjahr 2024 steigerte Skan den Umsatz um 17.2% auf CHF 163.7 Mio. Der EBITDA wuchs leicht unterproportional um 15.7% auf CHF 21.5 Mio. Mit dem Übergang von Grossprojekten in die Produktionsphase ist im zweiten Halbjahr mit einer deutlich höheren Profitabilität zu rechnen. Das Segment Ausrüstung & Lösungen erlitt bei einem Umsatz von CHF 120.1 Mio (+16.6%) eine Einbusse bei der EBITDA-Marge von 9.2% auf 7.4%. Das Segment Service & Verbrauchsmaterialien verbesserte den Umsatz um 18.9% auf CHF 43.6 Mio und die EBITDA-Marge von 24.7% auf 28.9%. Somit trug der hochmargige Geschäftsbereich 26.6% zum Gruppenumsatz und 58.6% zum EBITDA bei. Das gute operative Resultat, das positive Finanzergebnis und eine bessere Steuerquote führten zu einer Steigerung des Gewinns um 68.0% auf CHF 14.7 Mio.

Biopharmazeutika machen heute die Mehrheit der in Entwicklung befindlichen Medikamente aus. Ihr Einsatz nimmt weiter zu. CEO Thomas Huber ist zuversichtlich, dass die starke Nachfrage nach High-End-Isolatoren noch mindestens zehn Jahre anhalten wird. Für das laufende Jahr bestätigt das Unternehmen die Prognose für das Umsatzwachstum im mittleren bis oberen Zehnprozentbereich sowie eine EBITDA-Marge zwischen 13 und 15% (2023: 11.8%). Mittelfristig wird eine Erhöhung der EBITDA-Marge in den oberen Zehnprozentbereich in Aussicht gestellt. Dazu beitragen sollen auch eine neue Abfülltechnologie der akquirierten «Aseptic Technologies» sowie die Inbetriebnahme der Testanlage «Pre-Approved-Services» zur Durchführung von Stabilitätstests von Kunden.

Die Aktie Skan notiert mit einem geschätzten P/E 24e von 49.6x mit einem deutlichen Abschlag gegenüber den Vorjahren. Mit einem EV/EBITDA 24e von 33.4x erscheint der Titel auf den ersten Blick stattlich bewertet. Aufgrund der starken Wachstumstreiber, der hohen Qualität des Geschäftsmodells und dem Ausblick auf einen substanziellen Anstieg der Profitabilität erachten wir die Aktie Skan als eine Überlegung wert.

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12.5.2026

Kardex: Wachstum gewinnt kräftig an Fahrt

Die im Geschäftsjahr 2025 lancierten Initiativen zur Beschleunigung des Wachstums zeigten eine überraschend starke Wirkung. Getrieben von der Sparte Standardized Systems stieg der Auftragseingang um 24.1% auf den Rekordwert von EUR 981.6 Mio. Der Umsatz erhöhte sich um 7.5% auf EUR 850.4 Mio (Book-to-Bill-Ratio 1.15x). Davon entfielen EUR 625.4 Mio auf das Neugeschäft und EUR 225.0 Mio auf die margenstarken Life Cycle Services.

Der Auftragsbestand nahm von EUR 475.5 Mio auf EUR 599.2 Mio deutlich zu und bildet damit eine solide Umsatzbasis für das laufende Geschäftsjahr. Das EBIT überschritt mit EUR 101.2 Mio erstmals die Marke von EUR 100 Mio. Aufgrund deutlich höherer Investitionen in Innnovationen und Vertrieb sowie Veränderungen im Umsatzmix reduzierte sich die EBIT-Marge jedoch von 12.4% auf 11.9%.

Der Reingewinn halbierte sich von EUR 80.8 Mio auf EUR 41.8 Mio. Hauptursache hierfür war eine einmalige Abschreibung im Zusammenhang mit der Mehrheitsübernahme von Rocket Solution. Trotz des deutlichen Gewinnrückgans hält Kardex unverändert an der Ausschüttung einer Dividende von CHF 6.00 je Aktie fest.

Automated Products: betreibt in über 30 Ländern Vertriebs- und Serviceorganisationen für automatisierte Lager- und Bereitstellungssysteme für Kleinteile. Mit einer installierten Basis von rund 140’000 Anlagen verfügt Kardex in ihren Nischenmärkten über einen Marktanteil von über 35%. Getrieben vom neu ausgerichteten Europageschäft stieg der Auftragseingang um 8.7% auf EUR 560 Mio und der Umsatz erreichte mit EUR 57.2 Mio (+2.8%) ein neues Rekordhoch. Rund 31% des Umsatzes entfielen auf das margenstarke Servicegeschäft. Trotz höherer Investitionen zur Beschleunigung des Wachstums blieb die EBIT-Marge mit 16.1% stabil auf Vorjahresniveau.

Standardized Systems: erstellt massgeschneiderte Hochregallager und Materialflusssysteme für Logistikzentren. Der Auftragseingang wuchs um 52.9% auf EUR 422.1 Mio. Dies entspricht fast 43% des Gesamtgeschäfts von Kardex. 2023 lag der Anteil noch unter 22%. Der Umsatz stieg um 18.6% auf EUR 278.1 Mio, während der Auftragsbestand mit EUR 345.6 Mio einen neuen Höchststand erreichte. Aufgrund erheblicher Investitionen in die Vertriebsorganisation, die Softwareentwicklung sowie die IT-Infrastruktur ging der EBIT allerdings um 4.2% auf EUR 13.8 Mio zurück.

Trotz Unsicherheiten durch US-Zölle hält Kardex an ihren mittelfristigen Wachstumszielen fest. Zwischen 2029 und 2031 strebt das Unternehmen einen Umsatz von über EUR 1.5 Mrd sowie eine EBIT-Marge von 10% bis 14% an. Für das laufende Geschäftsjahr sieht CEO Jens Hardenacke das Unternehmen gut auf Kurs und erwartet im Vergleich zu 2025 deutlich höhere Auftragseingänge. Zudem sollen die Umsätze sowohl das Marktwachstum wie auch die Zielmarge von plus 10% bis 14% übertreffen. Für die EBIT-Marge erachtet er 12% als einen guten Richtwert.

Kardex ist eine attraktive Opportunität, um am strukturellen Wachstumsmarkt Intralogistik zu partizipieren. Gemessen an dem für 2026 geschätzten P/E von 23.3x ist die Aktie mit einem Discount zum historischen Mittelwert bewertet.

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7.4.2026

Vaudoise Assurance: wächst schneller als der Markt und stellt kräftige Erhöhung der Ausschüttungsquote in Aussicht

Getrieben von einem starken Nichtlebengeschäft erzielte die Versicherungsgruppe im Geschäftsjahr 2025 eine Umsatzsteigerung von 5.7% auf CHF 1’518.8 Mio. Der Gewinn legte um 16.7% auf rekordhohe CHF 156.3 Mio zu. Unterstützt durch das Jahresergebnis, hohe Neubewertungsreserven sowie den Verkauf eigener Anteile erhöhte sich das Eigenkapital um CHF 145.2 Mio auf CHF 2’655.5 Mio. Mit einer SST-Quote von 344% übertrifft Vaudoise auch die grossen Markteilnehmer Swiss Life (210%) und Zurich (259%) deutlich, was auf eine sehr hohe Risikotragfähigkeit, aber auch einen limitierten Risikoappetit schliessen lässt.

Die Aktionäre profitieren von dieser erfreulichen Entwicklung in Form einer Dividendenerhöhung von CHF 24.0 auf CHF 27.0 je Aktie – die achte Dividendenerhöhung in Folge.

Im Nichtlebengeschäft stieg das Prämienvolumen um 7.5% auf CHF 1’242.6 Mio und lag damit klar über dem Schweizer Marktdurchschnitt von 4.4%. Wesentliche Wachstumstreiber waren die Unfallversicherung (+13.2%) sowie die Motofahrzeugversicherung (+6.5%). Dank weiterhin erfolgreicher Wachstumsinitiativen legte der Umsatz in der Deutschschweiz um 9.5% zu und trägt mittlerweile knapp 40% zum Ergebnis bei. Trotz gestiegener Reparaturkosten im Motorfahrzeugbereich blieb die Schadenbelastung, begünstigt durch das Ausbleiben grösserer Elementarschäden (mit Ausnahme von Blatten mit rund CHF 12 Mio), unter Kontrolle. Die Schadenquote sank von 70.3% auf 69.7%, während sich das Combined Ratio von 97.9% auf 96.4% verbesserte.

Im deutlich kleineren Lebengeschäft gingen die gebuchten Prämien um 3.4% auf CHF 233 Mio zurück, was hauptsächlich auf den Rückgang bei den Einmalprämien zurückzuführen ist.

Nach dem Rekordjahr 2025 startet Vaudoise mit Rückenwind in die neue Strategieperiode «Impact 2028» und strebt weiterhin über dem Markniveau liegendes Wachstum an. In den ersten zwei Monaten des laufenden Jahres erzielte das Unternehmen im Nichtlebengeschäft ein Prämienwachstum von 6%. Erfahrungsgemäss ist dies ein guter Indikator für das kommende Jahresergebnis. Zudem erwartet Vaudoise mit der nahezu vollständigen Übernahme der Procimmo Group AG im Immobilien Management einen jährlichen Gewinnbeitrag von rund CHF 10 Mio. Dagegen dürfte die Brandkatastrophe von Crans-Montana das Ergebnis 2026 mit mehr als CHF 10 Mio beeinträchtigen.

Bis 2028 strebt Vaudoise einen Umsatz von über CHF 1.7 Mrd, eine Combined-Ratio von unter 96% sowie ein «normalisiertes» Nettoergebnis von über CHF 150 Mio pro Jahr an. Gleichzeitig soll die Ausschüttungsquote die bisherige Schwelle von 50% überschreiten und sich längerfristig in Richtung zwei Drittel entwickeln. Anlässlich der Präsentation der Jahresergebnisse bezeichnete CEO Jean-Daniel Laffely diese Ziele als ambitioniert, aber aufgrund der Ergebnisse der letzten Jahre als durchaus machbar.

Der Aktienkurs hat in den letzten Monaten zwar deutlich zugelegt. Mit Blick auf die stetig steigende Dividende (Dividendenrendite 2026e 3.8%) sowie das Kurs-Buchwert-Verhältnis von lediglich 0.9x erachten wir die Aktie weiterhin als eine Überlegung wert.

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18.3.2026

Bachem: starkes Jahresergebnis 2025 – beschleunigt Wachstum

Der Hersteller pharmazeutischer Wirkstoffe überzeugte im Geschäftsjahr 2025 mit einem zweistelligen Umsatzwachstum, überproportional steigender Profitabilität sowie einem starken Ergebnis im wachstumstreibenden CMC-Geschäft. Auch der erste Auftritt der neuen CEO Anna-Kathrin Stoller anlässlich der Ergebnispräsentation hinterliess einen positiven Eindruck.

Getrieben vom anhaltenden GLP-1-Boom (Diabetes- und Adipositas-Medikamente) stieg der Umsatz um 14.8% auf CHF 695.1 Mio. In Lokalwährungen entspricht dies einem Plus von 19.2%. Der EBITDA kletterte um 21.8% auf CHF 214.7 Mio (in LW +32.6%) und die EBITDA-Marge erreichte 30.9%. Ein Teil dieser Marge ist jedoch auf Einmaleffekte in Höhe von CHF 16.1 Mio zurückzuführen. Bereinigt ergibt sich eine Marge von 28.6%. Unter dem Strich resultierte ein Reingewinn von CHF 148.8 Mio (+23.7%).

Besonders stark entwickelte sich der Geschäftsbereich CMC Development (Wirkstoffe für klinische Studien). Der Umsatz sprang von CHF 234.4 Mio auf CHF 304.0 Mio (+35.6% in LW). Da erfolgreiche Projekte typischerweise später in die kommerzielle Produktion übergehen, ist dieses Segment auch ein wichtiger Treiber für künftiges Wachstum. Das umsatzstärkste Segment Commercial API (zugelassene Wirkstoffe) verzeichnete ein moderateres Wachstum von 8.2% (in LW) auf CHF 343.4 Mio. Treiber waren hierbei insbesondere Umsätze mit patentgeschützten Peptiden. Auch das kleinere Segment Research & Specialities (Forschungschemikalien und Spezialitäten) überzeugte mit einem Wachstum von 13.8% auf CHF 47.7 Mio, unterstützt durch eine solide Nachfrage nach diagnostischen Peptiden.

Bachem investiert weiterhin substanziell in den Ausbau seiner globalen Produktionskapazitäten. Im Berichtsjahr beliefen sich die Investitionen auf CHF 332.6 Mio und für das laufende Jahr sind über CHF 400 Mio geplant. Ein zentraler Meilenstein dieser Expansionsstrategie ist das neu errichtete Building K am Standort Bubendorf, dessen Produktionslinien derzeit stufenweise hochgefahren werden.

Zur Auslastung der erweiterten Kapazitäten konnte das Unternehmen langfristige Lieferverträge mit führenden Herstellern von GLP-1-basierten Therapien abschliessen. Für das laufende Jahr stellt das Management ein Umsatzwachstum von 35% bis 45% (in LW) sowie eine EBITDA-Marge im tiefen Dreissigerbereich in Aussicht.

Bachem ist unseres Erachtens hervorragend positioniert, um von den strukturellen Wachstumsmärkten Peptide und Oligonukleotide zu profitieren. Mit einem für 2026 geschätzten P/E von 23.1x wird die Aktie mit einem deutlichen Abschlag gegenüber ihrem historischen Mittelwert gehandelt.

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